Leben, Grenzen überschreiten und Gedichte

Grenzüberschreitend ist, auf einer Zeitachse in die Vergangenheit zurückzuschauen. Grenzüberschreitend ist es auch, wenn man einen kulturellen Transfer leistet. Beides vereint Lisel Mueller in ihren Gedichten. 1939 ist sie mit ihrer Familie aus Nazi-Deutschland in die USA geflohen, mit gerade mal 15 Jahren. 1953 beginnt Lisel Mueller durch den frühen Tod ihrer Mutter Gedichte zu schreiben.

Vom Kochen zum Kapitalismus: Gastfreundschaft in allen Facetten

Die Familie aus Indien, in London geboren, in Kenia aufgewachsen, in Großbritannien studiert und dann nach Berlin gezogen. Priya Basil ist eine beeindruckende Frau und Schriftstellerin, die durch ihre vielen Wohnorte erfahren hat, wie Gastfreundschaft in unterschiedlichen Kulturen gelebt wird.

Zwischen Stabilität und Bewegung: Tomer Gardi im Gespräch

Tomer Gardi wurde 1974 im Kibbuz Dan in Israel geboren. Seitdem lebte er unter anderem in Wien, Tel Aviv und inzwischen in Berlin. Seinen 2016 im Droschl-Verlag erschienenen Roman Broken German schrieb er – wie schon der Titel verrät – in „gebrochenem Deutsch“. Seinen neuesten Roman Sonst kriegen Sie ihr Geld zurück schrieb er auf Hebräisch.

Literatur im Kinosaal

Die Besucher, das sind eigentlich Besucher eines Literaturfestivals. Die sitzen aber jetzt in roten, samtenen Kinosesseln. Schauen auf eine Leinwand. Hören einen Gong. Der Film beginnt.

Eine greifbare Erinnerung

In einer kleinen gemütlichen Buchhandlung spricht man über eine kleine fleißige Großmutter. Zwischen Romanen, Sachbüchern und Reiseführern hat sich eine Schar von Literaturbegeisterten eingefunden. Sie drängen sich zwischen Bücherstapeln und gefüllten Regalen auf den engen Sitzreihen. In der Mitte des Raumes steht ein kleiner Tisch, dahinter sitzen die Autorin und die Moderatorin.

Der Anfang vom Ende des Glashauses, oder: das schlechteste Interview der Welt

Eine Aula voller jugendlicher Schüler*innen und auf der Bühne Sofia, die Autorin, die anderthalb Stunden lang erzählt und alle hören zu. Sofia ist Norwegerin, ihre Eltern kommen aus dem Libanon, sie sind Muslime. Sie erzählt, wie sie zunächst über Social Media und später übers Fernsehen ihre zwei Mitstreiterinnen gefunden hat…

Comic im Klotz

Zwangsarbeiter bauten zwischen 1943 und 1945 den U-Boot-Bunker Valentin im heutigen Bremen Rekum; tausende starben dabei. Am Dienstagabend fand an der heutigen Gedenkstätte in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung nun eine ganz besondere Lesung der diesjährigen globale° statt: Jens Genehr stellte seine Graphic Novel Valentin über die Geschichte des Ortes und seiner Opfer vor.