Ein Anfang zum Thema Rassismus

„Wir sind erst am Anfang.“ Mit diesem Satz machte Alice Hasters bei ihrer Lesung von OutLoud im Lagerhaus deutlich, wo wir gerade bei den Debatten über Rassismus in Deutschland stehen. Am Anfang. Wir sind immer noch bei der Sichtbarmachung und Aufklärung über Rassismus in Deutschland, dabei müssten wir schon so viel weiter sein. Alice Hasters trägt mit ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“, dazu bei, dass dem Thema fundiert nachgegangen wird.

Humor durch Normalität?

Superbusen! Super Titel? Autorin Paula Irschmler ist sich sicher: Viele haben in der Buchhandlung lieber nicht nach diesem Buch gefragt. Und doch ist ihr Roman ein großer Erfolg. Bei der OUT LOUD Lesungsreihe im Kulturzentrum Lagerhaus las sie aus Superbusen und brachte das Publikum mit ihrer nüchternen Vortragsweise häufig zum Lachen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Katharina Guleikoff, die passend zum Buch Pfeffi mitbrachte. Leider wurde der nur auf der Bühne ausgeschenkt.

Handgepresste Raritäten

Was könnte besser in unsere Bremer Presse Kategorie passen als ein Pressendruck aus Bremen! Im Verlag der gleichnamigen Logbuch Buchhandlung in Bremen-Walle erscheinen kleine und besondere Handpressendrucke. Es werden nur 500 bis 1000 Exemplare pro Ausgabe gedruckt, die Bände sind wirklich etwas Besonderes. Neben den Texten finden sich auch immer kleine Illustrationen in den Bänden.

Eine Nacht rund um die Bremer Literatur

Schon zum 3. Mal fand nun die Bremer Literaturnacht Bremen liest! in Bremen statt. Vom Wellenschlag Text- und Verlagskontor gemeinsam mit dem Bremer Literaturkontor ins Leben gerufen, haben Literaturliebhaber*innen die Chance, die verschiedenen und vielfältigen Buchhandlungen Bremens kennenzulernen. Aber nicht nur das: Auch Verlage und Verleger*innen öffnen ihre Türen und Schriftsteller und Schriftstellerinnen präsentieren ihre literarischen Werke in halbstündigen Lesungen. Grund genug genauer von einem Abend zu berichten, in meinem Fall von den Lesungen beim Kukoon im Park.

Archäologie und Literatur in perfekter Symbiose

Ein großer weiß-gestrichener Raum mit grauem Boden und weißen Säulen. Zwischen den Säulen Stellwände mit schwarzen Buchstaben auf weißem Grund und davor ein rätselhaftes Objekt in einem Glaskasten. Mehr braucht es nicht, denn dieser Minimalismus wirkt wie eine Bühne für den „Raum für Vermutungen“, der um diese Objekte herum entsteht.

Preaching to the choir?

Die erste Lesung seit Beginn der Pandemie. Nicht nur für mich, sondern auch für OUT LOUD im Kulturzentrum Lagerhaus, der weiblichen Lesungsreihe vom Literaturkontor Bremen, mit Unterstützung des Literaturhauses Bremen. Geballte Literaturpower. Im Publikum geballte Frauenpower, denn es sitzen fast ausschließlich Frauen im Publikum. Ist Feminismus nur etwas für Frauen? Dies war eine der Fragen, die das Publikum an die Autorin Julia Korbik stellte, die an diesem Abend aus ihrem Buch Stand Up – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene las.

Zusammenstehen statt soziale Distanz

Die sonst so aktive Bremer Literaturszene liegt wie so vieles aktuell brach, zumindest analog. Viele haben virtuell Mittel und Wege gefunden, trotzdem auf sich aufmerksam zu machen und interessante Aktionen sowie Projekte zu starten. So auch das globale°-Festival mit der Decamerone globale°.