Willkommen im Matriarchat

Was passiert, wenn sich unsere bisherige Weltordnung umkehrt? Lebt es sich in einer matriarchalen Welt besser als in einer patriarchalen? Diesen Fragen und mehr geht Noemi Alderman in ihrem Roman Die Gabe nach.

Der Kern des Schreibens und die Zweige die dort wachsen. Ein kurzes Gespräch mit Tomer Gardi

Tomer Gardi las dieses Jahr bereits das dritte Mal auf der globale°. Nach seinem auf Deutsch verfassten Debut Broken German (2016) folgte der Roman Sonst kriegen sie ihr Geld zurück. Letzterer wurde auf Hebräisch verfasst und 2019 auf Deutsch veröffentlicht. Mit Eine Runde Sache erschien dieses Jahr Gardis dritter Roman, in dem er beide Sprachen miteinander vereint. Zwei Texte, einer auf broken german verfasst, der andere glatt übersetzt aus dem Hebräischen. Eine absurde Jagd durch den Wald der deutschen Mythologie und die Geschichte eines javanischen Malers aus dem 19. Jahrhundert. Auf den ersten Blick liegen sie weit auseinander und bilden doch auf eigentümliche Weise ein verwobenes Gesamtkunstwerk. Diesen besonderen Roman, sein Schreiben und Zeichen, die man sich in die Hosentasche steckt, durfte ich in aller Kürze mit Tomer Gardi vor seiner Lesung besprechen.

Keine Geduld für Friede, Freude, Eierkuchen-Literatur. Ein Gespräch mit Sharon Dodua Otoo

Ihren deutschsprachigen Debütroman Adas Raum stellte die Autorin, Publizistin, Aktivistin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo einen Tag nach der Eröffnung des Festivals bei einer Schullesung in Bremerhaven vor. 35 Minuten dauert eine Fahrt mit dem Regionalexpress zurück nach Bremen. Ausreichend Zeit also für ein Gespräch über Machtkontinuitäten, Interventionsmöglichkeiten und das Potential engagierter Literatur.

Jugend ohne Plot

Was passiert, wenn jugendlicher Freiheitsdrang auf die verkrustete ungarische Gesellschaft der 1980er Jahre trifft, zeigt Noémi Kiss in ihrem Novellenband. Die doppelbödigen Erzählungen offenbaren unter der Oberfläche unbeschwerter Sommerferien ein Geflecht aus Gewalt und Missbrauch.

Zwischen Erinnerung und Imagination

Emine Özdamar erzählt in ihrem neusten Roman auf über siebenhundert Seiten nichts geringeres als ein ganzes Leben. Zwischen all den Orten, Menschen, Liedern, Geräuschen und Straßen verwischen die Grenzen von Realität und Phantasie, von Ländern und Sprachen.

Trügerische Landidylle

In ihrem neuesten Roman widmet sich Eva Menasse den Verbrechen der NS-Zeit in einer österreichischen Kleinstadt. Um die Konflikte der Bewohner zwischen Vergessen, Aufarbeitung und Vertuschung darzustellen, hat die Autorin eine humorvolle Erzählweise gewählt. Eine schwierige Kombination.

Über die Suche nach Erinnerung und das Erzählen von Unerzählbarem

Ein Roman über die Bedeutung und die Grenzen des Erzählens, den Umgang mit Erinnerung und die Dimensionen (kultur-)politischer Dynamiken. Mit ihrem Debüt kreiert Lana Bastašić eine intensive Auseinandersetzung mit der jugoslawischen Geschichte und spielt dabei gekonnt mit Politischem und Persönlichem, Öffentlichem und Privatem.

Es gibt noch viel zu lernen

Ein Fluchtversuch aus dem gefährlichen Süden in den Norden der USA, ein Schienennetzwerk und viele Grausamkeiten. In diesem Audiobeitrag haben wir uns darüber unterhalten, was uns über die Geschichte der Sklaverei in den USA unklar war.

Der Hauch des Todes

Wie in einem James-Bond-Film verliert man doch recht schnell die Übersicht: wer heute noch in Marokko herumschnüffelt, ist morgen schon in Afghanistan - einmal nicht aufgepasst, verlieren sich die Zusammenhänge.

Bruchstücke

Wann beginnt die Geschichte eines Menschen? Vielleicht mit seiner Geburt, mit seinen ersten Erinnerungen. Vielleicht auch schon davor, an dem Tag, als sich seine Eltern kennenlernen. Oder bei den Großeltern. Vielleicht beginnt sie an dem Tag, als jemand das Glück hat zu überleben. Oder sich entscheidet weiterzuleben. Und die Geschichte damit fortschreibt.

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