Wir sind hier – Schreiben und Sichtbarkeit im Hier und Jetzt

Wir sind Hier. Unter diesem Titel veranstaltete das Literaturhaus Frankfurt ein Literaturfestival für kultu-relle Diversität – ein Jahr nach dem rassistisch motivierten Anschlag von Hanau. Als Gedenken wie auch als Antwort auf die Tat entstand in diesem Rahmen ein intensiver Austausch über aktuelle Diskurse um rassistische Strukturen, aber auch eine Bestandsaufnahme: welche Rolle nehmen dabei Journalismus und Literatur ein, was hat sich im letzten Jahr getan?

Zurückhaltung ist die neue Haltung

Einen Roman über die Liebe schreiben – das muss schon gut sein, um nicht abgedroschen zu wirken. Mit seinem sehr zeitgeistigen Buch Allegro Pastell hat Leif Randt das gewagt und gemeistert. Bei der Ersatzveranstaltung zur LiteraTour Nord erzählte er von seinem Buch, Unterstellungen der Kritik und der Schwierigkeit, Generationsdiagnosen abzugeben.

Poesie par excellence

Eine Autorin, die so poetisch ist, dass sie fast selbst wie eine romantisierte Romanfigur wirkt und die Distanz des digitalen Meetings – passt das zusammen? Im Falle der Iris Wolff schon, wie die Ersatzlesung für die ausgefallende Veranstaltung bei der LiteraTour Nord gezeigt hat. Über sinnliche Sprache und zerbrechliche Eindrücke in einem überraschend persönlichen virtuellen Raum.