Tobias Schiefer

Foto: privat

Lustigerweise hatte ich in meiner (naturwissenschaftlich geprägten) Schulzeit wenig mit Literatur am Hut. Das erste Mal, dass ich Goethe in der Hand hatte, war in meinem Bachelorstudium in Germanistik und Geschichte. Jetzt vertiefe ich mich weiter in der Transnationalen Literaturwissenschaft in Bremen, die meine Liebe für Literatur- und Filmadaptionen von verschiedensten Stoffen geweckt hat. Ich finde es interessant zu beobachten, wie zeitliche Kontexte verschiedene Geschichten beeinflussen, formen und wiedererzählen.

Wo liest es sich in Bremen am besten?
Bremen hat einige Orte, an denen die Atmosphäre zum Buchlesen einlädt. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, draußen zu lesen, ist mein Favorit eine ruhige Ecke am Wasser des Werdersees. Am besten bei Sonnenschein – mit einem gelegentlichen Flugzeug über dem Kopf – lässt es sich gut in ein Buch vertiefen.

Welches Buch hat dich emotional am meisten berührt?
Nachhaltig hat mich das Buch The Catcher in the Rye beeinflusst und berührt, das mich in einer Zeit der Ungewissheit über den eigenen Lebensweg tief angesprochen hat. Immer noch steht eine ungeklärte Frage der Zukunft bei mir im Raum.

Welches Buch würdest du in ein internationales Buchpaket packen?
Wenn ich ein deutschsprachiges Buch für ein internationales Buchpaket auswählen würde, würde meine Wahl auf Uwe Johnsons Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953 fallen. Über den Gedanken bin ich selbst überrascht, aber wenn sich auf das Buch eingelassen wird, eröffnet sich eine vergangene Seite literarischen Deutschlands.

Tobias‘ Beiträge

Herz im Hals

Familien- und Zeitgeschichte in einem – Felix Lees „China, mein Vater und ich“

Es ist okay