Humor durch Normalität?

Superbusen! Super Titel? Autorin Paula Irschmler ist sich sicher: Viele haben in der Buchhandlung lieber nicht nach diesem Buch gefragt. Und doch ist ihr Roman ein großer Erfolg. Bei der OUT LOUD Lesungsreihe im Kulturzentrum Lagerhaus las sie aus Superbusen und brachte das Publikum mit ihrer nüchternen Vortragsweise häufig zum Lachen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Katharina Guleikoff, die passend zum Buch Pfeffi mitbrachte. Leider wurde der nur auf der Bühne ausgeschenkt.

Handgepresste Raritäten

Was könnte besser in unsere Bremer Presse Kategorie passen als ein Pressendruck aus Bremen! Im Verlag der gleichnamigen Logbuch Buchhandlung in Bremen-Walle erscheinen kleine und besondere Handpressendrucke. Es werden nur 500 bis 1000 Exemplare pro Ausgabe gedruckt, die Bände sind wirklich etwas Besonderes. Neben den Texten finden sich auch immer kleine Illustrationen in den Bänden.

Herzschmerz

Wir alle haben eine lange Liste an Liedern im Kopf, die sich ganz wunderbar mit Herzschmerz und Liebeskummer vereinen lassen und uns fallen sicher auch einige Filme ein, die dabei helfen können, sich diesen Gefühlen hinzugeben. Bei der Frage nach der richtigen Literatur für Momente des Herzschmerzes kommen die Ideen schon etwas zögerlicher.

Eine Nacht rund um die Bremer Literatur

Schon zum 3. Mal fand nun die Bremer Literaturnacht Bremen liest! in Bremen statt. Vom Wellenschlag Text- und Verlagskontor gemeinsam mit dem Bremer Literaturkontor ins Leben gerufen, haben Literaturliebhaber*innen die Chance, die verschiedenen und vielfältigen Buchhandlungen Bremens kennenzulernen. Aber nicht nur das: Auch Verlage und Verleger*innen öffnen ihre Türen und Schriftsteller und Schriftstellerinnen präsentieren ihre literarischen Werke in halbstündigen Lesungen. Grund genug genauer von einem Abend zu berichten, in meinem Fall von den Lesungen beim Kukoon im Park.

Archäologie und Literatur in perfekter Symbiose

Ein großer weiß-gestrichener Raum mit grauem Boden und weißen Säulen. Zwischen den Säulen Stellwände mit schwarzen Buchstaben auf weißem Grund und davor ein rätselhaftes Objekt in einem Glaskasten. Mehr braucht es nicht, denn dieser Minimalismus wirkt wie eine Bühne für den „Raum für Vermutungen“, der um diese Objekte herum entsteht.

Preaching to the choir?

Die erste Lesung seit Beginn der Pandemie. Nicht nur für mich, sondern auch für OUT LOUD im Kulturzentrum Lagerhaus, der weiblichen Lesungsreihe vom Literaturkontor Bremen, mit Unterstützung des Literaturhauses Bremen. Geballte Literaturpower. Im Publikum geballte Frauenpower, denn es sitzen fast ausschließlich Frauen im Publikum. Ist Feminismus nur etwas für Frauen? Dies war eine der Fragen, die das Publikum an die Autorin Julia Korbik stellte, die an diesem Abend aus ihrem Buch Stand Up – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene las.

„Normal People“ schaffen eine bedeutende Geschichte

Der Roman Normal People von Sally Rooney ist ein Million-Copy -Beststeller: Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und war 2018 Gewinner der Costa Novel Awards und „Buch des Jahres“ bei den Irish Book Awards. Betrachtet man die Rückseite des Buches, finden sich dort zahlreiche weitere Auszeichnungen. Mittlerweile wurde das Buch auch als Serie adaptiert. Doch wie kommt es, dass ein so vielfach gefeierter Roman, der eigentlich nur von dem Leben zweier ganz normaler Menschen handelt, solche Wellen schlägt?

Eine Biographie in Karmesinrot

Manche Bücher geben ein Setting vor, in dem sie gerne gelesen werden möchten. So schlägt man den Liebesroman in türkisem Cover und mit weißer Möwe, die sich über dem Titel erhebt, wohl am liebsten im Liegestuhl im Urlaub auf und den dicken Klassiker nimmt man sich vielleicht eher an einem dunklen Herbstabend im heimatlichen Sessel vor. Es fühlt sich falsch an ein Buch mit dem Titel "Ich würde so etwas nie ohne Lippenstift lesen" zwischen Tür und Angel, mit zerzausten Haaren oder vielleicht im Pyjama zu lesen.

„Call me a new arrival”: Berlin Alexanderplatz revisited

Bereits zum dritten Mal wird Alfred Döblins Großstadtroman Berlin Alexanderplatz verfilmt, diesmal von Burhan Qurbani. Auf der Berlinale gefeiert, mit zahlreichen Lolas beim Deutschen Filmpreis ausgezeichnet, kam der Film coronabedingt erst deutlich verspätet in die Kinos. Mit dem neuen Releasedatum trifft der Film im Zuge der Black Lives Matter Bewegung umso mehr den diskursiven Nerv der Zeit.

„Wasser, Schleier und was sich nicht festlegen läßt“: Undine undone

Seit Anfang Juli kann man Christian Petzolds Undine auf Leinwand sehen. Zeit sich die titelgebende Sagenfigur noch einmal genauer anzuschauen, die gemeinsam mit ihren entfernten Verwandten, wie der Seejungfrau und Lorelay, ein beliebtes Motiv der deutschen Romantik war. Aber auch über das 19. Jahrhundert hinaus taucht die Gestalt der Undine immer wieder aus dem Erzählfluss auf und singt.

Rostock.

Ich erinnere mich an warme Sommertage und Abende am Strand. Mit Brot, Dips und Bier. Mit guten Gesprächen mit wundervollen Menschen.

Alice im Blutrausch

Man nehme eine berühmte Geschichte. Ein Kinderbuch vielleicht, aber eins mit düsterem Potential. Dazu passend noch Blut, viel Blut! So oder so ähnlich könnte das Rezept für Christina Henrys blutigen Fantasy-Horrorroman Die Chroniken von Alice ­– Finsternis im Wunderland lauten, der seit März 2020 auf Deutsch zu lesen ist.