Zusammenstehen statt soziale Distanz

Die sonst so aktive Bremer Literaturszene liegt wie so vieles aktuell brach, zumindest analog. Viele haben virtuell Mittel und Wege gefunden, trotzdem auf sich aufmerksam zu machen und interessante Aktionen sowie Projekte zu starten. So auch das globale°-Festival mit der Decamerone globale°.

Anastasia Parinow

Ana, gebürtig aus Köln, hat nach einem Studium der Germanistik und Geschichte in Dresden sich das nordische Bremen als Wahlheimat ausgesucht, um hier Transnationale Literaturwissenschaft zu studieren. Um dem Bremer Dauerregen zu entfliehen, hat sie sich zwischendurch für ein Jahr verabschiedet und die Sonne Kolumbiens an der Universidad del Valle in Cali genossen. Wenn es …

Verena Bracher

Vor zwei Jahren hat Verena mit Bremen, seinen schönen Altbauten und dem windigen Nordwetter, ein neues Zuhause gefunden. Das sind schließlich auch keine schlechten Voraussetzungen, um es sich mit einer großen Tasse Kaffee und einem Buch gemütlich zu machen.

Celina Imm

Celina hat ein Germanistik- und Romanistikstudium hinter sich und ist jetzt in den letzten Zügen ihres Masters für transnationale Literatur-, Film- und Theaterwissenschaften. Ihr Herzblut klebt an der kurzen Form: Lyrik von Else-Lasker Schüler, Erzählungen aus der Romantik (Hoffmann, mon amour), Kurzgeschichten von Alice Munro und Kürzestformen à la Daniil Charms. Neben der Literatur in …

Carmen Simon Fernandez

Nach einem Bachelorstudium in English Studies und Geschichte an der Uni Köln hat es Carmen für den Master Transnationale Literaturwissenschaft nach Bremen verschlagen. Ihr bisheriger akademischer Fokus lag auf der Untersuchung von gender und race – hauptsächlich in Märchen und Fantasy-Literatur. Auch in ihrer Freizeit widmet Carmen sich diesen Themen im Film, Theater und insbesondere …

Sarah Ostermann

Sarah hat Anglistik und Kulturanthropologie in Münster studiert und befindet sich derzeit im Master Transnationale Literaturwissenschaften. Während ihres Studiums wuchs ihr Interesse im Bereich Feminismus und hierbei besonders an Black Feminism. Sie liest gerne historische und feministische Romane, Liebesromane sowie feministische Sachbücher. Nun möchte sie sich besonders mit Büchern dieser Art auf Blogsatz auseinanderzusetzen.

Annika Schmidt

Annika hat Germanistik und Anglistik in Rostock studiert und ist jetzt im Studium der Transnationalen Literaturwissenschaft in Bremen. Akademisch liegt ihr Interesse besonders in der Betrachtung von Geschlechterrollen und deren Wirkweisen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Privat liest sie auch Romane und Sachbücher zu diesen Themen, allerdings auch viel Gegenwartsliteratur der letzten Jahre mit gut auserzählten Charakteren. …

Was würden Sie mitnehmen?

Stellen Sie sich eine Wüste vor. An was denken Sie? Vielleicht an Hitze. Weite. Sand. Sie sehen keine Bäume. Nur Baracken. Heißer Wüstenwind, der sich zwischen die Bretterwände zwängt, um die Hausecken saust, über die Wellblechdächer streichelt. Stellen Sie sich einen Zaun vor, der sich um Ihre Wüste schließt. Wo würden Sie sein wollen? Vor oder hinter dem Zaun?

„In der Sprache zu Hause“

Sich nicht verbieten lassen zu sprechen, sich frei von Verboten ausdrücken. Aussprechen, was manche lieber verschwiegen hätten – das ist ihre Aufgabe. Irena Brežná liest aus ihren literarischen Reportagen vor, die sie in Wie ich auf die Welt kam festhält. Sie spricht über ihre Erfahrungen, die sie damals in der Tschechoslowakei und im westlichen Exil …

Die Kraft der Sprache nutzen

Im Kultursaal der Arbeitnehmerkammer haben sich an diesem Abend alle nur seinetwegen versammelt: Tomer Gardi. Der israelische Autor ist nach Bremen gekommen, um sein neues Buch Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück vorzustellen. Der Schriftsteller scheint sich auf der gemütlich eingerichteten Bühne in Wohnzimmer-Optik sichtlich wohl zu fühlen. Die bequemen Sessel und die Stehlampen, welche …

Transit

Die Rezension Ohne Inhalt Von JL Was assoziiert man mit dem Wort Transit? Durchreise? Aufenthalt an einem Ort, wo man gar nicht hingehört? Man muss aber diesen Ort überqueren, um zu seinem Ziel zu gelangen. Dafür braucht es Dokumente, Visa, Passbildfotos und so einiges mehr. Der deutsche Flüchtling Georg hält sich in Marseille auf. Durch …