In der Ausstellung „Mirrorball“ von Anys Reimann / Weserburg, Museum für Moderne Kunst – Bildbeschreibung vor Ort

von: Elisa Kraus-Zolnowski

Hell blondes hochgestecktes Haar, das über goldblondem Haar liegt. Vom

Wind zur Seite geweht.

Der schwarze Kopf auf dem schwarzen Hals, mündet, mit braunen dichten,

dann transparent werdenden Strichen, in schmalen Schultern. Das Gesicht

unterteilt in drei Abschnitte oder doch in vier oder fünf oder sechs? Aus drei

Hautfarben zusammengesetzt. Zwei Augen. Das einer Frau und das einer

Puppe. Das eine Schwarz, das daneben liegende Weiß. Ist es doch das einer

Frau? Eines Mannes? Drag Make-Up.

Der Mund überzogen mit einem pinken Farbfilter. Geschlossen.

Das Kinn stolz, trotzig nach vorn gereckt. Ein Diamant im schwarzen

Ohrläppchen.

Glitzer, Reflexionen im Kontrast zur schwarzen Haut.

Braune fettige Öl-Flecken am Rand. Zwei, nein drei von ihnen. Ein kleiner

zwischen den großen. Der Rest cremefarben, beige.

Bildbeschreibung aus der Erinnerung

Eine dunkle, skulpturenartige Figur auf cremefarbenen Hintergrund.

Zusammengesetzt aus mehreren, unterschiedlichen Gesichtsausschnitten.

Das blonde Haar, der obere Teil statisch, weiß blond; der untere Teil in der Bewegung eingefroren: vom Wind zur Seite geweht.

Prägnant das rechte, puppenartig geschminkte Auge. Gelber Lidschatten, stark getuschte Wimpern und das halb geschlossene Auge mit einem dicken Kajalrand umzogen. Die Haut darum weiß.

Das linke Auge kaum geschminkt, schaut raus und hinunter. Passend dazu,

das nach vorne gestreckte trotzig stolze Kinn. Der Mund wieder ein anderer. Voll und mit einem lila Farbfilter überzogen. Das linke Ohr trägt einen kleinen Diamanten.

Der Hals und der Ansatz der Schultern ist mit groben, braunen Linien übergezogen.

Zwei große und ein kleiner öliger brauner Farbklecks am rechten Rand.

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