„In der Sprache zu Hause“

Sich nicht verbieten lassen zu sprechen, sich frei von Verboten ausdrücken. Aussprechen, was manche lieber verschwiegen hätten – das ist ihre Aufgabe. Irena Brežná liest aus ihren literarischen Reportagen vor, die sie in Wie ich auf die Welt kam festhält. Sie spricht über ihre Erfahrungen, die sie damals in der Tschechoslowakei und im westlichen Exil gemacht hat.

Die Kraft der Sprache nutzen

Im Kultursaal der Arbeitnehmerkammer haben sich an diesem Abend alle nur seinetwegen versammelt: Tomer Gardi. Der israelische Autor ist nach Bremen gekommen, um sein neues Buch Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück vorzustellen. Der Schriftsteller scheint sich auf der gemütlich eingerichteten Bühne in Wohnzimmer-Optik sichtlich wohl zu fühlen.

Leben, Grenzen überschreiten und Gedichte

Grenzüberschreitend ist, auf einer Zeitachse in die Vergangenheit zurückzuschauen. Grenzüberschreitend ist es auch, wenn man einen kulturellen Transfer leistet. Beides vereint Lisel Mueller in ihren Gedichten. 1939 ist sie mit ihrer Familie aus Nazi-Deutschland in die USA geflohen, mit gerade mal 15 Jahren. 1953 beginnt Lisel Mueller durch den frühen Tod ihrer Mutter Gedichte zu schreiben.

Zwischen Stabilität und Bewegung: Tomer Gardi im Gespräch

Tomer Gardi wurde 1974 im Kibbuz Dan in Israel geboren. Seitdem lebte er unter anderem in Wien, Tel Aviv und inzwischen in Berlin. Seinen 2016 im Droschl-Verlag erschienenen Roman Broken German schrieb er – wie schon der Titel verrät – in „gebrochenem Deutsch“. Seinen neuesten Roman Sonst kriegen Sie ihr Geld zurück schrieb er auf Hebräisch.

Literatur im Kinosaal

Die Besucher, das sind eigentlich Besucher eines Literaturfestivals. Die sitzen aber jetzt in roten, samtenen Kinosesseln. Schauen auf eine Leinwand. Hören einen Gong. Der Film beginnt.

Eine greifbare Erinnerung

In einer kleinen gemütlichen Buchhandlung spricht man über eine kleine fleißige Großmutter. Zwischen Romanen, Sachbüchern und Reiseführern hat sich eine Schar von Literaturbegeisterten eingefunden. Sie drängen sich zwischen Bücherstapeln und gefüllten Regalen auf den engen Sitzreihen. In der Mitte des Raumes steht ein kleiner Tisch, dahinter sitzen die Autorin und die Moderatorin.