Sich nicht verbieten lassen zu sprechen, sich frei von Verboten ausdrücken. Aussprechen, was manche lieber verschwiegen hätten – das ist ihre Aufgabe. Irena Brežná liest aus ihren literarischen Reportagen vor, die sie in Wie ich auf die Welt kam festhält. Sie spricht über ihre Erfahrungen, die sie damals in der Tschechoslowakei und im westlichen Exil gemacht hat.
Kategorie: globale°
// Hier finden sich alle Beiträge rund um das Festival gloable° – das Festival für grenzüberschreitende Literatur. Jedes Jahr im Herbst wird blogsatz dann zum Festivalblog mit Rezensionen, Interviews und Veranstaltungsberichten rund um die Festivalliteratur. //
Die Kraft der Sprache nutzen
Im Kultursaal der Arbeitnehmerkammer haben sich an diesem Abend alle nur seinetwegen versammelt: Tomer Gardi. Der israelische Autor ist nach Bremen gekommen, um sein neues Buch Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück vorzustellen. Der Schriftsteller scheint sich auf der gemütlich eingerichteten Bühne in Wohnzimmer-Optik sichtlich wohl zu fühlen.
Leben, Grenzen überschreiten und Gedichte
Grenzüberschreitend ist, auf einer Zeitachse in die Vergangenheit zurückzuschauen. Grenzüberschreitend ist es auch, wenn man einen kulturellen Transfer leistet. Beides vereint Lisel Mueller in ihren Gedichten. 1939 ist sie mit ihrer Familie aus Nazi-Deutschland in die USA geflohen, mit gerade mal 15 Jahren. 1953 beginnt Lisel Mueller durch den frühen Tod ihrer Mutter Gedichte zu schreiben.
Der Ticker zur Power Point Performance
von JL 16:00 Der Berichterstatter findet den Saal nicht und verspätet sich. 16:05 Ankunft. Man hört Kinder singen. Die Sprache … Mehr
Schamlos Fragen stellen – ein Gespräch über Scham, negative soziale Kontrolle und weibliche Sexualität
Schamlos – so nennt sich das Buch von Amina Bile, Sofia Nesrine Srour und Nancy Herz. Und so kann man auch die drei Autorinnen nennen, denn schamlos sprechen sie in ihrem Buch, 2017 erstmals in Norwegen erschienen, über wichtige Themen, wie weibliche Sexualität, negative soziale Kontrolle, das Patriachat und den Kampf zwischen zwei Kulturen aufzuwachen.
Vom Kochen zum Kapitalismus: Gastfreundschaft in allen Facetten
Die Familie aus Indien, in London geboren, in Kenia aufgewachsen, in Großbritannien studiert und dann nach Berlin gezogen. Priya Basil ist eine beeindruckende Frau und Schriftstellerin, die durch ihre vielen Wohnorte erfahren hat, wie Gastfreundschaft in unterschiedlichen Kulturen gelebt wird.
Wenn gezeichnete Bilder auf bitterernste Geschichten treffen: Ein Interview mit dem Comic-Zeichner und Autor Jens Genehr
In seinem Comic Valentin erzählt Jens Genehr vom Bau des gleichnamigen U-Boot-Bunkers in Bremen Farge, bei dem zwischen 1943 und 1945 mehr als 1000 Zwangsarbeiter starben. Erzählt wird einerseits aus der Perspektive des KZ-Häftlings Raymond Portefaix und andererseits aus Sicht des Nazi-Fotografen Johann Seubert.
Was die DNA der Bundesrepublik mit Frauenzeitschriften gemeinsam hat: ein Gespräch mit Harald Jähner
Die Nachkriegszeit wird oft mit Begriffen wie Hunger, Elend und Trümmer in Verbindung gebracht. Dass es aber auch ein Spannungsfeld zwischen den negativen Folgen des Krieges und einer neu erwachten Lebenslust gab, ist wahrscheinlich wenigen Leuten bewusst.
Zwischen Stabilität und Bewegung: Tomer Gardi im Gespräch
Tomer Gardi wurde 1974 im Kibbuz Dan in Israel geboren. Seitdem lebte er unter anderem in Wien, Tel Aviv und inzwischen in Berlin. Seinen 2016 im Droschl-Verlag erschienenen Roman Broken German schrieb er – wie schon der Titel verrät – in „gebrochenem Deutsch“. Seinen neuesten Roman Sonst kriegen Sie ihr Geld zurück schrieb er auf Hebräisch.
Literatur im Kinosaal
Die Besucher, das sind eigentlich Besucher eines Literaturfestivals. Die sitzen aber jetzt in roten, samtenen Kinosesseln. Schauen auf eine Leinwand. Hören einen Gong. Der Film beginnt.
Eine greifbare Erinnerung
In einer kleinen gemütlichen Buchhandlung spricht man über eine kleine fleißige Großmutter. Zwischen Romanen, Sachbüchern und Reiseführern hat sich eine Schar von Literaturbegeisterten eingefunden. Sie drängen sich zwischen Bücherstapeln und gefüllten Regalen auf den engen Sitzreihen. In der Mitte des Raumes steht ein kleiner Tisch, dahinter sitzen die Autorin und die Moderatorin.
Der Anfang vom Ende des Glashauses, oder: das schlechteste Interview der Welt
Eine Aula voller jugendlicher Schüler*innen und auf der Bühne Sofia, die Autorin, die anderthalb Stunden lang erzählt und alle hören zu. Sofia ist Norwegerin, ihre Eltern kommen aus dem Libanon, sie sind Muslime. Sie erzählt, wie sie zunächst über Social Media und später übers Fernsehen ihre zwei Mitstreiterinnen gefunden hat…