Behzad Karim Khanis Debüt „Hund Wolf Schakal“ erzählt die Lebensgeschichte von Saam. Zwischen Straßenclans, Waffen und Gewalt legt der Roman den Blick auf innere und äußere Kämpfe frei.
Wenn Systemsprenger erwachsen werden
In Helene Bukowskis zweitem Roman „Die Kriegerin“ geht es um den Ausbruch aus dem Alltag und die Konfrontation mit den Geistern der Vergangenheit. Ein Roman, der an Nora Fingscheidts erfolgreichen Film „Systemsprenger“ erinnert, findet unser Rezensent.
Kaum O.S.T. in Knieper West
Hendrik Bolz schreibt in Nullerjahre über sein von Gewalt und Drogenkonsum geprägtes Aufwachsen in einem Stralsunder Plattenbauviertel. Ein schonungsloses autobiografisches Panorama über ein Milieu im Spannungsfeld zwischen Onkelz und Bushido, Skinhead-Look und Hip-Hop-Style, rechten Sprüchen und apolitischer Schweigsamkeit.
Gemeinsam allein?
“Alles wird zu viel, nur wir, wir werden immer weniger.” Das ‘zu viel’, das ist der Druck, dazuzugehören. Das ist, vor seiner Vergangenheit davon zu laufen und sich zu fragen, wo man eigentlich ankommen will. Das ist die Suche nach dem, was authentisch, was die eigene Wahrheit ist.
Ein fantastisches Wimmelbild
Der Einband in Pergamentoptik, die goldenen Details und der Titel von Erik Fosnes Hansens neuem Roman Der rosa Hahn versprechen eine märchenhafte Welt. Und obwohl die Geschichte dem anfangs gerecht zu werden scheint, entsteht während der Lektüre der Eindruck, dass ein Wimmelbild als Cover passender gewesen wäre.
6 Zimmer, Küche, Staat
„Tausend Werst oder Meilen oder Kilometer östlich von Moskau ragt das Skelett einer Radarstation in den Nachthimmel, schwach beleuchtet von den Lampen der Glühbirnenfabrik, die immer brannten.“ Mit diesem Satz beginnt Katerina Poladjan die ersten Lichtstrahlen auf ihren Roman Zukunftsmusik zu werfen.
Daniel Schmidt
Pfälzer im Norden. Liest. Sieht. Schreibt. Nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge. globale° Mitarbeiter in disguise. Mag komplexe Sachverhalte. Und kurze, präzise Formulierungen – offensichtlich.
Carla Bühl
Besonders in der Literatur, aber auch im Theater und im Film mag ich die Transformation von gewaltigen und ambivalenten Gefühlen, beispielsweise Angst, Wut, Scham usw., durch Texte und Körper in etwas ganz Neues.
Benjamin Löber
In der dritten Klasse habe ich einen Vorlesewettbewerb gewonnen. Mittlerweile studiere ich transnationale Literaturwissenschaften in Bremen.
Nele Miesner
Ich begeistere mich für Poetry Slam, nature writing, Klassiker aus einer neuen Perspektive zu lesen und dafür, den Kanon auf den Kopf zu stellen. Ansonsten lebe ich gefährlich und schlafe unter dem Risiko einstürzender Büchertürme.
Farukh Sauerwein
Geboren 1996. Aufgewachsen im Osten, dann fürs Studium rübergemacht. Zuerst nach Hildesheim, Studium Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. Nächste Station Bremen, Europastudien und Transnationale Literaturwissenschaft.
Charly Friedrich
Im Bachelor habe ich noch Vergleichende Literaturwissenschaften studiert, dabei ist das Vergleichen und Bewerten gar nicht mein erstes Interesse, wenn es zu Texten kommt. Viel lieber beobachte ich die Wirkung, die das Lesen auf mich hat und mache mich dann auf die Suche nach den kleinen Stellschrauben, die zu dieser Wirkung geführt haben.