Teil der Kultur der Native Americans ist es, Geschichten zu erzählen und sie weiter zu tragen. Und genau das macht Tommy Orange, der selbst Native ist, in seinem Roman Dort Dort auch. Es werden die Geschichten von zwölf Natives erzählt, in ganz unterschiedlichen Stilen, denn alle haben ihre eigene Stimme.
Schlagwort: Rezension
Medium Kinky Twist
„Ein Medium Kinky Twist, bitte!“ – Sie wissen nicht, was das ist? Das ist egal. Die Herkunft der Reisenden bestimmt im Reiseroman, was erklärt werden muss und was nicht. Und als solchen könnte man Americanah von Chimamanda Ngozi Adichie sehen.
„In der Sprache zu Hause“
Sich nicht verbieten lassen zu sprechen, sich frei von Verboten ausdrücken. Aussprechen, was manche lieber verschwiegen hätten – das ist ihre Aufgabe. Irena Brežná liest aus ihren literarischen Reportagen vor, die sie in Wie ich auf die Welt kam festhält. Sie spricht über ihre Erfahrungen, die sie damals in der Tschechoslowakei und im westlichen Exil gemacht hat.
Transit
Die Rezension Ohne Inhalt Von JL Was assoziiert man mit dem Wort Transit? Durchreise? Aufenthalt an einem Ort, wo man … Mehr
Die Fundamente der Zivilisation
Finden, was zu lange versteckt war. Freilegen, was zu lange verborgen lag. Die Mauern sichtbar machen, die einst das Zentrum einer Hochkultur umringten. Besteht das Fundament der Zivilisation am Ende nur aus profanem Stein? Welche Geheimnisse offenbaren sich den Archäologen, wenn sie die Ruinen einer längst vergangenen Zeit freilegen? Welche Bedeutung haben die Funde für unser Leben? Für unsere Gegenwart?
Als ob hier nichts geschehen wäre
Der U-Boot-Bunker Valentin, der mit einer Million Tonnen Kies und Sand, 132.000 Tonnen Zement und 20.000 Tonnen Stahl aufgebaut wurde, mit einer Länge von 450m sowie 7m-dicken Decken und Wände, um die Werft vor der Bombardierung der Alliierten zu schützen, sollte während des Zweiten Weltkrieges die zweitgrößte U-Boot-Werft in Europa werden. Mithilfe einer beachtlichen Menge an Fotografien von Johann Seubert, den Tagebuchaufzeichnungen von Raymond Portefaix sowie Dokumenten erzählt Jens Genehr in seinem neuen historischen Comic-Buch Valentin aus zwei Perspektiven die grausame Geschichte in diesem gigantischen Bunker zwischen 1943 und 1945.
Rote Schwalbenköpfe und schwarze Krähenfedern
In Prag steht ein orangefarbenes Haus und birgt ein Geheimnis. Unter den Mauern des Hauses befindet sich ein Archiv; eine Lagerstätte von Schachteln und Büchern, Notizen und Fotografien. Sie wurden gesammelt, um Zeugnis zu geben, von der Gewalt, die auf der ganzen Welt und tagtäglich Frauen angetan wird.
Ich mache mir Sorgen
Ich bin nicht Özlem und meine Eltern kommen nicht aus der Türkei, das sollte der Leser wissen. Ich bin männlichen Geschlechts und habe ernsthafte Sorgen nach der Lektüre dieses Werkes bekommen. Die Figur der Özlem, die stellvertretend für eine junge Frau türkischer Abstammung steht, die in Deutschland aufgewachsen ist, erzählt uns von ihren Sorgen und Problemen. Es ist ein schnell zu lesender Überblick über die ersten Lebensjahrzehnte des Mädchens.
Altlasten und Neuanfänge
“Das Vergessen war die Utopie der Stunde”, schreibt der Autor Harald Jähner direkt im ersten Kapitel seines mit dem Preis … Mehr
„Ich lade euch ein -„
Gastfreundschaft – ein Wort, das sich auf die zuvorkommende und freundliche Beherbergung eines Gastes bezieht. Priya Basil hat sich in ihrem gleichnamigen Essay damit beschäftigt, was Gastfreundschaft in den verschiedenen Kulturen und Ländern bedeutet, die ein Teil von ihr sind. Dabei bezieht sie sich nicht nur auf Einladungen zum Essen, sondern widmet sich vor allem auch der Frage, wie gastfreundlich Europa eigentlich ist. Ein Buch, das Appetit macht auf mehr.
Irgendwo zwischen Träumen und Wahrheiten
Obwohl es scheinbar nur um Lindas „kleine Großmutter“ geht, geht es eigentlich um doch soviel mehr: Um die Liebe zur Familie, das Englische Kino, die große Liebe, das einfache Leben und die Erinnerung. Tanja Langer erzählt die Geschichte einer Oma, welche die Protagonistin Linda liebend gerne kennengelernt hätte. Während diese durch Lüneburg schlendert, erwacht die Geschichte ihrer Großmutter zum Leben und mit ihr die Stadt Lüneburg, in welcher sie lange Zeit gelebt hat.
Blut ist dicker als Wasser
Die Bombardierung Dresdens, der Mauerbau, der Prager Frühling, – und eine Frau ist fast schicksalhaft jedes Mal am Ort des Geschehens. Die Rede ist von Jan Konsts Schwiegermutter, deren Familiengeschichte der Autor in seinem Werk erforscht.