Comic im Klotz

Zwangsarbeiter bauten zwischen 1943 und 1945 den U-Boot-Bunker Valentin im heutigen Bremen Rekum; tausende starben dabei. Am Dienstagabend fand an der heutigen Gedenkstätte in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung nun eine ganz besondere Lesung der diesjährigen globale° statt: Jens Genehr stellte seine Graphic Novel Valentin über die Geschichte des Ortes und seiner Opfer vor.

Die Fundamente der Zivilisation

Finden, was zu lange versteckt war. Freilegen, was zu lange verborgen lag. Die Mauern sichtbar machen, die einst das Zentrum einer Hochkultur umringten. Besteht das Fundament der Zivilisation am Ende nur aus profanem Stein? Welche Geheimnisse offenbaren sich den Archäologen, wenn sie die Ruinen einer längst vergangenen Zeit freilegen? Welche Bedeutung haben die Funde für unser Leben? Für unsere Gegenwart?

Als ob hier nichts geschehen wäre

Der U-Boot-Bunker Valentin, der mit einer Million Tonnen Kies und Sand, 132.000 Tonnen Zement und 20.000 Tonnen Stahl aufgebaut wurde, mit einer Länge von 450m sowie 7m-dicken Decken und Wände, um die Werft vor der Bombardierung der Alliierten zu schützen, sollte während des Zweiten Weltkrieges die zweitgrößte U-Boot-Werft in Europa werden. Mithilfe einer beachtlichen Menge an Fotografien von Johann Seubert, den Tagebuchaufzeichnungen von Raymond Portefaix sowie Dokumenten erzählt Jens Genehr in seinem neuen historischen Comic-Buch Valentin aus zwei Perspektiven die grausame Geschichte in diesem gigantischen Bunker zwischen 1943 und 1945.

Rote Schwalbenköpfe und schwarze Krähenfedern

In Prag steht ein orangefarbenes Haus und birgt ein Geheimnis. Unter den Mauern des Hauses befindet sich ein Archiv; eine Lagerstätte von Schachteln und Büchern, Notizen und Fotografien. Sie wurden gesammelt, um Zeugnis zu geben, von der Gewalt, die auf der ganzen Welt und tagtäglich Frauen angetan wird.

Ich mache mir Sorgen

Ich bin nicht Özlem und meine Eltern kommen nicht aus der Türkei, das sollte der Leser wissen. Ich bin männlichen Geschlechts und habe ernsthafte Sorgen nach der Lektüre dieses Werkes bekommen. Die Figur der Özlem, die stellvertretend für eine junge Frau türkischer Abstammung steht, die in Deutschland aufgewachsen ist, erzählt uns von ihren Sorgen und Problemen. Es ist ein schnell zu lesender Überblick über die ersten Lebensjahrzehnte des Mädchens.

„Ich lade euch ein -„

Gastfreundschaft – ein Wort, das sich auf die zuvorkommende und freundliche Beherbergung eines Gastes bezieht. Priya Basil hat sich in ihrem gleichnamigen Essay damit beschäftigt, was Gastfreundschaft in den verschiedenen Kulturen und Ländern bedeutet, die ein Teil von ihr sind. Dabei bezieht sie sich nicht nur auf Einladungen zum Essen, sondern widmet sich vor allem auch der Frage, wie gastfreundlich Europa eigentlich ist. Ein Buch, das Appetit macht auf mehr.

Irgendwo zwischen Träumen und Wahrheiten

Obwohl es scheinbar nur um Lindas „kleine Großmutter“ geht, geht es eigentlich um doch soviel mehr: Um die Liebe zur Familie, das Englische Kino, die große Liebe, das einfache Leben und die Erinnerung. Tanja Langer erzählt die Geschichte einer Oma, welche die Protagonistin Linda liebend gerne kennengelernt hätte. Während diese durch Lüneburg schlendert, erwacht die Geschichte ihrer Großmutter zum Leben und mit ihr die Stadt Lüneburg, in welcher sie lange Zeit gelebt hat.

Blut ist dicker als Wasser

Die Bombardierung Dresdens, der Mauerbau, der Prager Frühling, – und eine Frau ist fast schicksalhaft jedes Mal am Ort des Geschehens. Die Rede ist von Jan Konsts Schwiegermutter, deren Familiengeschichte der Autor in seinem Werk erforscht.

Zwischen Freiheit und Nostalgie

Eine Busreise nach Belgrad, ein merkwürdiger Sitznachbar und viel Stoff zum Nachdenken. Wir begleiten den namenlosen Ich-Erzähler auf eine Reise in die Vergangenheit. In seinem Debütroman Die guten Tage lässt Marco Dinic diesen Erzähler mit dem Gastarbeiterexpress, einem Bus, mitsamt anderen Serb*innen unterschiedlicher Generationen zurück in die Stadt seiner Kindheit und Jugend fahren, nach Belgrad.